
Nach einem Jahr, als wieder wärmere Winde übers Meer wehten, verließ Sednas Vater sein Land, um seine Tochter zu besuchen.Freudig begrüßte sie ihn und flehte ihn an, sie mit nach Haus zu nehmen.Sobald er von dem Schimpf hörte, der ihr angetan war, sann er auf Rache.Er tötete die Eismöwe, nahm Sedna in sein Boot, und beide flohen. Als die anderen Eismöwen zurückkehrten und den Mord und die Flucht entdeckten, machten sie sich auf, die Flüchtenden zu verfolgen. Betrübt über den Tod ihres Kameraden jammern und weinen sie noch heute.Bald sichteten sie das Boot und erregten einen heftigen Sturm. Das Meer hob sich in gewaltigen Wogen, die das Boot zu verschlingen drohten. In dieser Todesgefahr beschloß Savirqong, Sedna den Vögeln zu opfern, und er warf sie über Bord. Sie klammerte sich mit verzweifeltem Griff an den Rand des Bootes. Der grausame Vater nahm sein Messer und schnitt ihr die ersten Fingerglieder ab, die sich im Wasser in Wale verwandelten, wobei die Fingernägel zu Fischbein wurden.Noch dichter schmiegte sich Sedna an das Boot, da fielen auch die zweiten Fingerglieder unter dem scharfen Messer und schwammen als Ringelrobben davon. Als der Vater die letzten Fingerglieder abschnitt, wurden daraus Bartrobben. Inzwischen hatte der Sturm nachgelassen, da die Eismöwen dachten, Sedna sei ertrunken. Da ließ Savirqong Sedna wieder ins Boot kommen, doch sie hegte nun tödlichen Haß gegen ihn und schwor ihm Rache.Als sie gelandet waren und Savirqong sich zum Schlaf niedergelegt hatte, rief Sedna ihre Hunde herbei und ließ ihm Hände und Füße abfressen. Da verfluchte Savirqong sich, Sedna und die Hunde, die ihn verstümmelt hatten. Die Erde öffnete sich und verschlang die Hütte samt dem Vater, der Tochter und den Hunden.
so long
enki
(texte Sedna und Savirqong sind nicht aus meiner Feder)
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